Kalahari Calling sunset

Frequently Asked Questions

Wenn sich eine schöne Glut entwickelt hat, schiebt man mit einer Schaufel eine Ladung Glut zur Seite. Darüber stellt man ein Dreibein. Das ist ein gußeisernes Gestell mit drei Beinen. Auf das Dreibein legt man einen Grillrost. Dann kann man auf dem Grillrost grillen, z. B. Gemüse in Alufolie oder Steaks. Direkt auf dem Feuer kann man nicht grillen, die Hitze ist zu groß. Man kann auch eine Pfanne auf den Grillrost stellen und etwas darin braten. Will man Wasser erhitzen zum Kochen, stellt man das Dreibein näher ans Feuer im äußeren Bereich. Dann benutzt man keinen Rost, sondern stellt die Töpfe (nach Möglichkeit auch gußeisern) auf die Kanten des Dreibeins. Es gibt auch gußeißerne Töpfe mit drei Füßen, die man direkt in den äußeren Glutbereich des Feuers stellen kann. Wenn man Kartoffeln in Alufolie grillen will, reicht es, die Kartoffeln an den Rand des Feuers zu legen, direkt im Feuer verbrennen sie schnell, trotz Alufolie. Das gesamte Equipment zum Grillen auf dem offenen Feuer verrust und muß ebenfalls gut verpackt werden, bevor es wieder eingeladen werden kann. Man benötigt Grillhandschuhe, um Töpfe anfassen zu können und Grillzangen. Das Kochen auf dem offenen Feuer benötigt ein bisschen Übung, aber es geht oft schneller, als auf einem Gaskocher zu kochen. Am besten hat man beides dabei. 

Man sammelt ein wenig trockenes Gras und sehr trockene Ästchen, die man zerbricht. Dann schichtet man die Ästchen pyramidenförmig über dem Gras auf. Wenn man Feueranzünder dabei hat, kann man ein Stückchen Feuerbeschleuniger unter die Ästchenpyramide setzen, das beschleunigt das Ganze. Dann schichtet man etwas stärke Äste und 2-3 Scheite auf, versucht, die Pyramidenform beizubehalten und zündet das Feuer an dem trockenen Gras an. Wenn sich Glut bildet und die stärken Holzscheite anfangen, zu glühen, legt man ab und an neue Scheite nach, die sich dann an der Glut entzünden. 

Ja. Das Feuer spendet Schutz vor Wildtieren, wärmt in der kälteren Jahreszeit, spendet Licht und schafft eine schöne Stimmung. Am besten benutzt man Mopane Holz, ein hartes rötliches Holz, das überall am Straßenrand aufgestapelt ist. Mopane verbrennt sehr langsam und ist deshalb sehr beliebt. Dort wo das Holz aufgestapelt ist, hält man an und die Anwohner, deren Eigentum das Holz ist, kommen herbei und bessern mit dem Verkauf des Holzes ihre finanzielle Situation auf. Man verhandelt über den Preis für das Holz. Wenn man einen Dachgepäckträger hat, kann man das Holz mit Spanngurten auf dem Dach befestigen. Das benötigt Sorgfalt beim Schichten und eine feste Vertäuung, andernfalls rüttelt sich das Holz unterwegs los und man verliert es eventuell. Wenn man das Holz im Innenraum des Wagens transportiert muss man es in einer Form "verpacken", damit es nicht den Wageninhalt verschmutzt und durch scharfe Kanten und Späne Stoffe und Gepäck zerstört. Dafür eignen sich mehrfach verwendbare Einkaufstüten gut, wie es sie in Deutschland gibt oder sehr feste Müllbeutel. Mopaneholz wird auch an Tankstellen verkauft. Dort ist es in kleineren Mengen in Plastikfolie eingeschweisst und wesentlich teurer als am Strassenrand. Das Sammeln von Feuerholz in in vielen Parks verboten. Es gibt im südlichen Afrika Holzarten, die beim Verbrennen giftigen Rauch entwickeln und die keinesfalls für ein Lagerfeuer verwendet werden sollten. 

  • Genug Wasser dabei haben. Man rechnet pro Person 5 Liter Trinkwasser pro Tag. Dazu eine Reserve einbauen, dann kann nicht allzu viel passieren. 
  • Ausreichend Sprit dabei haben. Berechnen Sie die Strecke und den Verbrauch großzügig. Fahren im Sand braucht viel Sprit. Auch ausserhalb der Parks - immer tanken, wenn sich die Möglichkeit bietet. Es kann sein, dass es am nächsten Ort keinen Sprit gibt. 
  • Falls das Auto beschädigt sein sollte, oder Sie einen Unfall haben - nie das Auto verlassen. Es ist lebensgefährlich, zu Fuß durch den Busch zu wandern. In den meisten Parks werden Sie mehrmals am Tag andere Fahrzeuge treffen. Es wird jemand vorbeikommen und Ihnen helfen oder Hilfe verständigen. 
  • Wenn Sie in sehr einsamen Gegenden unterwegs sind, sollten Sie zusätzlich zum Mobiltelefon - das man sowieso dabei haben sollte - ein Satellitentelefon mit dem Fahrzeug ausleihen. 
  • Elefanten sind immer die Stärkeren! Vor allen anderen Tieren sind Sie im Fahrzeug gut geschützt. Einem wütenden Elefanten hat die Blechhülle nicht viel entgegen zu setzen. Halten Sie genug Abstand zu Elefanten und beobachten Sie sie sorgfältig. Entspannte Tiere wandern fressend durch den Busch. Sollte das Tier vor Ihnen stehen bleiben, in Ihre Richtung schauen, die Ohren aufstellen, mit den Ohren wackeln und beginnen, mit dem Kopf zu schütteln, so ist das eine Warnung. Sie stören dieses Tier! Viele Elefanten fühlen sich von Motorengeräuschen belästigt. Wenn Sie nach vorne Platz haben können Sie Gas geben und den Einflussbereich des Elefanten so verlassen. Sind Sie zwischen eine Herde geraten, oder können nicht an dem Elefanten vorbei ist es ratsam, den Motor abzustellen. Normalerweise beachten Elefanten ein stehendes Fahrzeug nicht. 

Man sollte Respekt vor wilden Tieren haben. Angst braucht man normalerweise nicht vor ihnen zu haben. Es gibt aber ein paar Dinge, die man beachten sollte, wenn man in der afrikanischen Wildnis campen möchte. In Botswana können sich die Tiere in vielen Parks komplett frei bewegen, auch die Campsites sind nicht umzäunt. In Südafrika und Namibia sind die meisten Zeltplätze umzäunt. 

  • Immer das Zelt komplett geschlossen halten. Das Zelt muss einen Boden haben, also ringsum komplett geschlossen sein. Löwen wissen nicht, wie sie in ein geschlossenes Zelt eindringen sollen. Es ist lebensgefährlich, in einem offenen Zelt zu schlafen, auch wenn es heiss ist. Meistens haben die Zelte Moskitoschutznetze, mit denen man den Innenraum gut ventilieren kann. 
  • Keine Lebensmittel im Zelt aufbewahren. Paviane können den Stoff von Zelten problemlos zerreissen und tun das auch, wenn sie etwas Interessantes im Zelt vermuten. Außerdem schmieren sie auch gerne Exkremente umher, wenn sie irgendwo eindringen, um ihr Territorium zu markieren. 
  • Früchte und stark duftendes Obst wie Bananen und Zitrusfrüchte gar nicht erst mitnehmen. Dies wirkt auf viele Tiere unwiderstehlich und könnte Elefanten animieren, Ihr Auto näher zu untersuchen. 
  • Wenn Sie Lebensmittel zubereiten, die Umgebung im Auge behalten. Paviane sind intelligent und können problemlos Boxen mit Verschluss öffnen. 
  • Abends am Lagerplatz ein Lagerfeuer entzünden. Nachts am Lagerfeuer bleiben, bis sie ins Bett gehen. Zwischendrin die Umgebung ausleuchten, um zu sehen ob sie Gesellschaft haben. Katzenaugen leuchten im Dunkeln. Solange das Feuer brennt, trauen sich Katzen nicht näher heran. Wenn alles dunkel und still wird, dann schauen die Tiere, ob es vielleicht etwas Interessantes zu finden gibt auf Ihrer Campsite. 
  • Nachts nach Möglichkeit das Zelt nicht verlassen. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, die Umgebung vorher sorgfältig ausleuchten. Einen aufgeschnittenen 5-Liter Wasserbehaelter (Unterteil des Plastikbehälters) für Notfälle mit im Zelt haben. Sollten sich Löwen vor dem Zelt aufhalten, kann man den Plastikbehälter zum Urinieren benutzen.
  • Duschen, Abwaschen und Wäsche waschen während des Tages erledigen. Keine Essensreste nach dem Abendessen im Camp stehen lassen, vor allem wenn Fleisch gegrillt wurde. Dies könnte in der Nacht Tiere anlocken. Geschirr abwaschen und das Wasser weit genug vom Zelt entfernt entsorgen. 

Es gibt giftige Skorpione im südlichen Afrika. Die meisten sind nicht giftig genug, um einen erwachsenen Menschen lebensgefährlich zu verletzen, Stiche können aber schmerzhaft sein. Es gilt die Faustregel, große Schere, kleiner Schwanz - weniger giftig, kleine Scheren, breiter Schwanz - stärker giftig. Wenn man im Freien campt und die Schuhe vor dem Zelt stehen lässt, sollte man die Schuhe am nächsten Morgen ausschütteln, für den Fall, dass ein Skorpion es sich über Nacht im Inneren des Schuhs gemütlich gemacht hat. Oder man nimmt die Schuhe einfach mit ins Zelt und verschliesst den Reißverschluss des Zelts sorgfältig (was man generell aus verschiedenen Gründen immer tun sollte). Vorsichtig sollte man beim Holzsammeln sein und nicht einfach Steine mit der Hand umdrehen oder in Öffnungen fassen. Skorpione sitzen gerne unter der Rinde von totem Holz. Wenn man das Holz für das abendliche Lagerfeuer im Freien gesammelt hat und es so aufgeschichtet hat, dass es von innen nach außen brennt, dann flüchten manchmal Skorpione aus den heisser werdenden Scheiten ins Freie und an den Umsitzenden vorbei. In Innenräumen ist mir in sechs Jahren im südlichen Afrika nie ein Skorpion begegnet. 

Ja, die gibt es. Normalerweise bekommt man Schlangen nicht zu sehen, da sie sich von Menschen fernhalten und sich bei einer Vibration des Bodens, die die Schritte von Menschen auslösen, sofort entfernen. Das trifft allerdings nicht auf Puffottern zu, die manchmal zusammengerollt auf dem Weg liegen bleiben und nicht das Weite suchen. Dies kann zu Unfällen führen, wenn jemand unbeabsichtigt auf eine Puffotter tritt. Daher sollte man beim Wandern darauf achten, wo man hintritt und geschlossene Schuhe und lange Hosen tragen. Außerdem sollte man nicht einfach in Spalten und Öffnungen fassen und Vorsicht beim Holzsammeln walten lassen. Wenn man abends im Dunklen auf Wegen (z. B. auf einem Lodge-Gelände) unterwegs ist, sollte man mit einer Taschenlampe den Weg ausleuchten. Generell sind Schlangen als Kaltblüter während des Sommers aktiver als während der Winterzeit. In gepflegten Innenräumen, die mit Moskitogittern ausgestattet sind und die regelmässig gereinigt werden, trifft man normalerweise nicht auf Schlangen. Haustiere, wie zum Beispiel Hamster könnten Schlangen anlocken oder aber unhygienische Zustände in Behausungen mit Müll. Als Tourist kommt man meist mit solchen Bedingungen nicht in Berührung.