Whale Watching in Südafrika

Südlicher Glattwal in der Walker Bay - Marine Dynamics

Wann ist die beste Zeit für die Walbeobachtung in Südafrika?

Die beste Zeit für Whale Watching in Südafrika sind die Monate zwischen Juni und Oktober. Auch vom Land aus kann man zu dieser Jahreszeit Wale beobachten. Die Wale ziehen in dieser Jahreszeit an die Küste vor Südafrika, um sich hier zu paaren und ihre Kälber auf die Welt zu bringen.  

Wo kann ich am besten Wale beobachten während meines Südafrika Urlaubs?

Die Walker Bay, Hermanus

Die Walker Bay ist einer der Orte, an denen man am besten Wale beobachten kann. Hermanus liegt an der Walker Bay, hier kann man Wale auch vom Land aus beobachten. Es gibt auch das Walker Bay Nature Reserve. 

Wanderwege entlang der Küste in Hermanus

Es gibt sehr schöne Wanderwege entlang der Küste in Hermanus mit tollen Ausblicken auf das Meer. 

De Hoop Nature Reserve

Das De Hoop Nature Reserve gilt ebenfalls als einer der besten Orte in Südafrika, um Wale vom Land aus zu sehen. Besonders von den Dünen aus hat man eine gute Sicht auf vorbeiziehende Wale. 

De Hoop Nature Reserve

Das De Hoop Nature Reserve ist außerdem ein Ramsar Wetland. Dies sind besonders schützenswerte Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. 

Bootstouren zur Walbeobachtung in Gansbaai

Auf Bootstour mit Marine Dynamics

Wir hatten unseren Ausflug mit Marine Dynamics im Vorfeld gebucht. Auf Grund starker Winde wurde die Tour einen Tag vorher abgesagt. 

Zum Glück hatten wir am nächsten Tag noch genug Zeit und die Wetterverhältnisse waren besser, so das wir unsere Walbeobachtungstour mit einem Tag Verspätung erleben konnten. Ihr solltet also durchaus ein bisschen Zeit mitbringen und nicht zu knapp planen. 

Whale Watching with Marine Dynamics ©Kalahari Calling

Was ist Marine Dynamics für ein Unternehmen?

Marine Dynamics ist ein Ökotourismus Unternehmen mit Sitz in Gansbaai an der Walker Bay. Mit den Einnahmen aus dem Tourismus finanziert Marine Dynamics NGO Projekte wie z. B. den Dyer Island Trust, eine Pinguin Aufzuchtstation und Forschung. 

Treffpunkt war um kurz vor 13 Uhr im Great White Guesthouse in Gansbaai, man kann hier auch übernachten. Die Teilnehmer an der Tour mussten sich registrieren. Während dessen gab es ein paar Muffins, Kaffee und Getränke, dann ging es los zum Hafen und auf das Boot.

Sind Bootstouren auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?

Ein sehr großer und schwerer Mann wurde im Rollstuhl auf das Boot gehievt. Dazu waren mehrere Männer notwendig und es dauerte eine Weile bis sie Erfolg hatten. Sie gaben nicht auf und der Mann genoss die Tour und die Abwechslung sichtlich. 

Was bekommt man so zu sehen auf einer Marine Big 5 Tour?

Wir sahen mehrere südliche Glattwale in der Walker Bay.

Südlicher Glattwal in der Walker Bay

Außerdem sahen wir die sehr seltenen bleifarbenen Delfine, die auch sehr aktiv waren und in die Luft sprangen. Im Englischen nennt man sie "indian ocean humpback dolphins" - sie haben einen kleinen Buckel.

Indian Ocean Humpback Dolphin

Dann stoppten wir bei dem Marine Dynamics Schiff, an dem das Schnorcheln mit Haien durchgeführt wurde. Marine Dynamics lockt die Haie mit Knochen und Fischöl an. Hier sahen wir Bronze Haie. 

Bronze Hai und Möwen

Dann ging es weiter in Richtung Geyser Rock. Hier hielten wir eine Weile um die große Kolonie Kap Pelzrobben zu beobachten. 

Kap Pelzrobben auf Dyer Island ​​(c) Marine DynamicsBrandung am Geyser Rock Marine Dynamics

Zum Schluss umrundeten wir Dyer Island. Der Guano, der Vogelkot, der als Dünger verwendet wird, wurde auf dieser Insel komplett abgebaut. Die Pinguine, die hier leben, konnten ihre Nester früher direkt in den weichen Guano graben und so ihre Eier schützen. Nun sitzen sie auf dem blanken Felsen und ihre Eier sind schutzlos Angreifern ausgeliefert. Der Dyer Island Trust baut hier aus Spendengeldern finanzierte künstliche Bruthöhlen auf, die die Pinguine unterstützen sollen. 

Pinguine vor einer künstlichen Bruthöhle auf Dyer Island © Marine Dynamics

Man kommt nicht sehr nah an die Pinguine heran, die Brandung ist einfach zu stark. Es war sehr interessant, etwas über die Herausforderungen für diese Tiere zu lernen. Der Dyer Island Trust finanziert auch einen Wachposten, der illegales Fischen verhindern soll. Was für ein einsamer Posten! Die Insel liegt schon ganz schön weit weg vom Festland. 

Wird man seekrank auf einer Whale Watching Tour?

Wir hatten uns am Vortag schon Tabletten gegen Seekrankheit in einer Apotheke in Hermanus besorgt, diese bestehen aus Ingwerpulver und Minze. Bei uns haben sie gewirkt. Auch auf dem Boot wurden kandierter Ingwer und Pfefferminzbonbons verteilt. Aber ob das dann wirkt auf die Schnelle? Uns hat man empfohlen, schon am Vortag mit den Tabletten zu beginnen. 

Nach Ende der circa dreistündigen Tour gibt es noch eine warme Suppe, damit endet der Ausflug. Wir haben noch die Kosten für eine Bruthöhle gespendet. 

Hat sich die Tour gelohnt?

Auf alle Fälle. Die Meeresbewohner vor der fantastisch schönen Kulisse der Küste Südafrikas zu sehen, die rauhe See, die wild umtoste Insel Dyer Island und die Nähe zu sehr kalten polaren Regionen draußen auf See zu spüren, das war sehr eindrücklich. 

Die afrikanischen Pinguine sind extrem bedroht

Es könnte sein, das die afrikanischen Pinguine in Südafrika schon in 10 Jahren ausgestorben sind. Die Gründe sind vielfältig. Ein Problem ist die Überfischung. Die Pinguine finden einfach nicht genug Nahrung, um ihre Jungtiere aufzuziehen. Die zunehmenden Temperaturen machen den Pinguinen zu schaffen. Sie haben Schwierigkeiten, geeignete Nistplätze zu finden, an denen sie ungestört brüten können. 

Pinguine in Bettys Bay (c) Kalahari Calling

Manche Pinguinpaare verlassen ihre Küken, da sie einfach nicht genug Nahrung für sich selbst und die Küken finden. Marine Dynamics betreibt eine Pinguin Aufzuchtstation, in der verwaiste oder verletzte Pinguine aufgezogen und dann wieder ausgesetzt werden. Diese Pinguin Station könnt ihr im Anschluss an eine Bootstour besuchen. 

Wir sind nach der Bootstour zurück nach Kapstadt gefahren, die Nacht vor der Tour hatten wir in Hermanus verbracht.